Header.jpg

   
 











Zurück

Stoff Name mit Holzschutzmitteln behandeltes Altholz
Art / Kategorie Altholz Klasse A4 
Detailierte Beschreibung Jährlich werden in Deutschland Millionen alter Eisenbahnschwellen, Holzmasten und Pfähle ausgewechselt. Diese Holzbalken werden gerne als Weidezäune oder zur Gartengestaltung eingesetzt, da sie äußerst stabil, witterungsbeständig und wartungsfrei sind. Grund dafür ist die zur ursprünglichen Verwendung vorgenommene Imprägnierung des Holzes mit Teerölen. Diese Teeröle enthalten giftige Substanzen, die teilweise hautreizend (Phenole, Kresole) und krebserregend (Benzo(a)pyren) wirken. Diese Stoffe dunsten oder schwitzen zum Teil noch nach Jahren aus und werden z. B. über Hautkontakt aufgenommen.

Seit 1993 dürfen teerhaltige Holzschutzmittel nicht mehr hergestellt werden.

Wegen der drohenden Gesundheitsgefahr hat der Gesetzgeber die Abgabe dieser Hölzer an Privatpersonen und das Verwenden durch Privatpersonen auch in Haus oder Garten verboten. Zuwiderhandlungen können als Straftaten geahndet werden.
Völlig ausgeschlossen ist die Verwendung auf Kinderspielplätzen, für Innenräume oder für Zwecke, bei denen menschlicher Hautkontakt nicht ausgeschlossen werden kann. Keinesfalls darf der Einbau bei Privatpersonen erfolgen.
Eingebaute Schwellen, die vor dem 1.4.1992 gekauft und eingebaut wurden, können im Erdreich bleiben, dürfen aber nicht weiter- oder wiedergenutzt werden.

Die mit Teeröl behandelten Holzerzeugnisse sind Abfall und müssen ordnungsgemäß entsorgt werden. Jede Weiterverarbeitung gefährdet Ihre Gesundheit

Teerölhaltige Bahnschwellen etc. sind an den schwarzen, klebrigen Anhaftungen und meist schon am Geruch zu erkennen.

 
Chemischer Hintergrund Phenol (Hydroxybenzol) und Kresol:
Aufgrund ihrer recht hohen Siedepunkte um 200°C gehören die Phenole und Kresole eher zu den Hochsiedern. Dies hat zu Folge, dass sie über längere Zeiträume hinweg aus in Innenräumen eingesetzten Materialien ausgasen können. Sie sind in großen Mengen in Teerölen enthalten, die durch Erhitzen von Steinkohle, Braunkohle oder Holz unter Luftausschluß erzeugt werden. Der charakteristische und unangenehme Geruch vieler Phenole und Kresole ist stark durchdringend. Sie gelten als möglicherweise krebserzeugend.
Viele Phenole und Kresole wirken stark fungizid und bakterizid. Sie werden daher als Wirkstoffe in Desinfektionsmitteln und zur Konservierung von Leim, Klebstoffen und Tinten eingesetzt. Die biozide Wirkung der Phenole und Kresole macht Teeröle zu sehr wirksamen Holzschutzmitteln (Carbolineum).
Auch zur Herstellung von Kunststoffen und wasserfesten Bindemitteln werden Phenole verwendet. Vor allem manche mit Phenolharzen gebundene Spanplatten können in Innenräumen eine Quelle für Phenole darstellen. Diese Spanplatten sind an Ihrem intensiven charakteristischen Geruch erkennbar.

Benzo(a)pyren:
PAK (polyaromatischer Kohlenwasserstoff), krebserzeugender Bestandteil des Steinkohlenteers. 
Kommt vor in ... Imprägnierungsmittel 
Gefahrensymbole Xi (Gefahr reizend)  

Wo entsorgen
  • Problemmüll (GSB)
Sondermüllentsorgung 

zentrale Abfallentsorgungsanlage des Landkreises Schweinfurt 
mit Deponie, Umladestation, Wertstoffhof und Vergärungsanlage

 
Verwerterliste
VerwerterOrtTelefonEmailURL 
Abfallwirtschaftszentrum Rothmühle  Bergrheinfeld  09721 / 388 544-0  abfallberatung@lr...  http://www.ihr-um...  Detail
SITA Rhön-Rennsteig GmbH  Mellrichstadt  09776/81140  info.mellrichstad...  http://www.sita-d...  Detail


Linkliste
URLBeschreibung
http://de.osha.eu.int/legislation/verord/gefstoffv... 

Gefahrstoff-Verordnung

 


Zurück






Quicklink kkCMS
 
      Seit dem 08.09.2003 sind Sie unser 25.051.751. Besucher und erzeugten den 33.255.075.Seitenaufruf .     Druckansicht

Hinweis zur HTTPS-Unterstützung

Bitte beachten Sie, dass der gesicherte Zugriff auf unsere Internetpräsenz ab sofort einen aktuellen Browser erfordert.
weitere Informationen finden Sie hier.