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Stoff Name Kunststoff - Verpackung
Art / Kategorie Wertstoff 
Detailierte Beschreibung
Verpackungen aus Kunststoff sind allgegenwärtig.
Als Leo Baekeland 1908 sein vollsynthetisches "Bakelit" erfand, stand der Industrie ein stabiles, korrosionsbeständiges und elektrisch nicht leitendes Material zu Verfügung. Bis zum heutigen Tag wurden weit über tausend Kunststoffsorten erfunden.

Als Abfall fällt Kunststoff erst ins Gewicht, als er in den 60iger Jahren für Verpackungen verwendet wird. Der Verbrauch an Kunststoffverpackungen stieg z.B. zwischen 1952 und 1960 explosionsartig um über 3000%. Nach dem Gebrauch landeten Plastiktüten und Sahnebecher in der Mülltonne und anschließend auf der Mülldeponie.

Seit Ende der 80iger Jahre wird versucht, gebrauchte Kunststoffverpackungen zu recyceln. Folien, Becher und Plastikflaschen werden sortiert, gewaschen, erhitzt und zu Granulat gepresst. Aus unterschiedlich farbigen gemischten Kunststoffabfällen ergibt sich eine braungraue Recyclingmasse, die meist schwarz eingefärbt werden muss. Beim Wiederverwerten sinkt zusätzlich die Stabilität, so dass die Recyclingprodukte meist dickwandiger sind. Als Einsatzmöglichkeiten bleiben nur wenige Produkte wie Rasengittersteine oder Mülltonnen übrig.

PET-Mahlgut: Sekundärkunststoff hoher Qualität
Seit 1991 sammelt das Duale System Deutschland alle Kunststoffverpackungen gemischt im "Gelben Sack oder Tonne". Obwohl die Kunststoffe noch sortiert werden, können nur geringe Mengen zu Recyclingprodukten verarbeitet werden.

Deshalb versucht das DSD heute Kunststoffe in technische Prozesse einzuschleusen, in denen neben dem Heizwert auch das Material genutzt wird. Dies ist z.B. in Stahlwerken der Fall, in denen der Kohlenstoff des Kunststoffs anstelle von Schweröl oder Koks zum Einsatz kommt. Die Energiebilanz ist trotz des Transportaufwandes besser als eine Mitverbrennung in der heimischen Müllverbrennungsanlage.

Der Anteil der deutschen kunststoffverarbeitenden Industrie am gesamten Erdölverbrauch der Bundesrepublik wird auf 4 bis 10 Prozent geschätzt. Mehr als ein Fünftel davon wird für den Verpackungsbereich eingesetzt.

Einige mengenmäßig bedeutende Arten sind Polyethylene (PE), Polyvinylchloride (PVC), Polycarbonate, Polyurethane (PUR) und auch Polyester.

Die deutsche Recyclingwirtschaft hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Verfahren zur ökonomisch sinnvollen Aufbereitung von Kunststoffen entwickelt.

Bei werkstofflichen Verfahren wird nach Zerkleinerung, Reinigung, Trocknung und Extrusion ein Granulat produziert, das wieder zu neuen Produkten weiterverarbeitet werden kann.

Ziel der rohstofflichen Verwertung ist die Rückgewinnung der in Kunststoffen gebundenen Öle und Gase bzw. die Nutzung der speziellen Produkteigenschaften für chemische Prozesse.

Bei der thermischen Verwertung wird die in Kunststoffen gebundene Energie zur Energierzeugung genutzt. 

Wo entsorgen
  • Gelber Sack, Gelbe Tonne
Gefäße des Dualen Systems Deutschland DSD.
 
Verwerterliste
VerwerterOrtTelefonEmailURL 
Koppitz Entsorgungs GmbH  Knetzgau  09527/9222-0  info@koppitz-ents...  http://www.koppit...  Detail
Alba Metall Süd Franken GmbH  Sennfeld  09721/65060    http://www.alba.i...  Detail
Kirsch + Sohn GmbH  Gemünden  09351/9500  info@kirsch-und-s...  http://www.kirsch...  Detail




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