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Verpackungsabfälle


Hier gibt´s noch ´ne Menge Dreck und Schutt...

Da Baustoffe witterungs-, schmutz- und stoßgeschützt geliefert und gelagert werden müssen, sind sie in der Regel recht üppig verpackt und erhöhen das Abfallaufkommen im Bau beträchtlich. Auch hier sind vielfältige Einsparungen möglich:

1. Mehrwegverpackungen

Die Euro-Palette ist inzwischen - außer bei nicht standardisierten Formaten wie bei Dämmstoff- oder Gipskartonplatten - längst nicht mehr wegzudenken. Der Rücklauf der Paletten ist über ein dem Warenwert entsprechendes Pfandgeld gesichert und funktioniert überzeugend.

In vielen anderen Bereichen besteht jedoch noch Bedarf an der Entwicklung und der Annahme intelligenter neuer Lösungen für Transport- und Gebrauchsverpackungen; es sind in letzter Zeit einige erfreuliche Entwicklungen zu bemerken.

Den Baustoffhandel kommt die Vorhaltung eines Sortiments von 10 oder 20 verschiedenen Mehrweg-Transportbehältnissen für lose Bauteile unterschiedlichster Formate so teuer, dass meist lieber auf eine Verpackungslösung durch Einschweißen der einzelnen Posten zurückgegriffen wird.

Für die Anlieferung von jeweils kleineren Mengen unterschiedlicher Elemente “auf einen Rutsch” wurde inzwischen ein System in sich variabler Transportboxen entwickelt, wodurch die Transportbehälter effizienter ausgenutzt werden und jede Verpackung entfällt.

Ein Mehrweg-Angebot, das sich noch im Stadium der Markteinführung befindet, greift auf Wetterschutzverpackungen aus stabilem Polypropylen-Gewebe zurück (“Abdeckhauben” oder “Stülpsäcke” genannt). Diese im Pfandsystem angebotenen Verpackungen bieten eine gute Alternative zu Einschweißfolien und Papier- oder Kunststoff-Säcken, welche wesentlich teurer, nach Anbruch nicht wiederverschließbar und nach einmaligem Gebrauch nicht wiederverwendbar sind.
Eine andere Variante dieser stabilen und wasserdichten Gewebesäcke sind die “Big Bags”, in denen z. B. lose Schüttungen oder Lehme angeboten werden (s. untenstehendes Beispiel).

Auch im Bereich der Verpackung von Farben und Putzen tut sich etwas. Neben Siloanlieferung für Großmengen z.B. nehmen einige Hersteller die restentleerten Gebinde ihrer nicht aushärtenden Oberflächenbehandlungsmittel zur weiteren Verwendung zurück. In der Markterprobung befinden sich bereits neue Mehrwegkonzepte für feuchte Werkstoffe, welche sich vom Konzept des gewohnten Einweg-Farbeimers verabschiedet haben.

2. Verpackungsfreie Anlieferung

Bei plastischen Baustoffen spart die lose Anlieferung die gesamte Produktverpackung:

• Mörtel, Estrich und Putze verpackungsfrei und fertig gemischt im Silosystem benutzen.

• Beton als fertige Transportware erzeugt keine aushärtenden Reste, da diese im Werk im geschlossenen Wasserkreislauf recyclet werden.

• Auch lose Dämmschüttungen eignen sich für direktes Einbringen vom Transportfahrzeug aus in die Wände. Hierbei lassen sich hohe Preisnachlässe erzielen.

Ein Beispiel: 1 m3 Blähglasgranulat (Hohlraumdämmung) kostet:

- in Einweg-Kunststoffsäcken: 100%
- im “Big Bag”: 62%
- lose: 32%.

3. Alternativen bei Einweg

Es gibt wenige ernstzunehmende Alternativ-Produkte im Einweg-Bereich. Empfindliche Produkte werden konventionell meist in Styropor verpackt. Vergleichbaren Schutz bieten die langsam auf den Markt kommenden Pressformteile aus Altpapier und Packwolle aus Altkartonagen.

Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen wie Kartoffelstärke oder Mais, die als Abfall kompostierbar sind, werden in Teilbereichen probeweise eingesetzt. Ob der Markt in diesem Segment auf Dauer befriedigende Lösungen anbieten kann, wird sich erst zeigen müssen. Als Bauherr sollte man auf jeden Fall einmal nachfragen.

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