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So funktioniert die Abfallwirtschaft...


1. Die Situation der kommunalen Abfallwirtschaft in Deutschland

Abfallwirtschaft: Teil der Daseinsvorsorge oder "normaler" Wirtschaftszweig?

In Deutschland sind die Städte und Landkreise die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger. Sie sind für die umweltverträgliche Entsorgung aller Abfälle aus privaten Haushalten sowie der Abfälle zur Beseitigung (Restmüll) aus sonstigen Herkunftsbereichen (u.a. Gewerbebetriebe) zuständig. Damit haben sie eine besondere Verantwortung für das Funktionieren der Abfallwirtschaft.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes fallen in Deutschland derzeit etwa 44 Millionen Tonnen Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle an. Davon werden rund 19 Millionen Tonnen verwertet, 10 Millionen Tonnen behandelt (Müllverbrennung bzw. mechanisch-biologische Verfahren) und 15 Millionen Tonnen noch ohne Vorbehandlung direkt auf Deponien abgelagert. Die Kapazität der rund 60 Müllverbrennungsanlagen beträgt rund 14 Millionen Tonnen  und die mechanisch-biologischer Restabfallbehandlungsanlagen (MBA) rund 1,5 Millionen Tonnen.

Bei der Entsorgung wurden in den letzten Jahren beachtliche Erfolge durch Getrenntsammlung und Recycling verwertbarer Abfallfraktionen erzielt. Der Anteil des Hausmülls, der einer Verwertung zugeführt wurde, stieg von 15 Prozent 1990 auf über 80 Prozent im Jahr 2010.

 

Abfallwirtschaft ist mehr als Müllabfuhr!

2. Die kommunale Abfallwirtschaft im Landkreis Schweinfurt

Im Kreisgebiet ist der Landkreis Schweinfurt als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger für die Erfassung und Entsorgung der gängigen Abfälle zuständig.

Jeder Grundstückseigentümer hat die Pflicht, Grundstücke, an denen Abfälle anfallen können, an die öffentliche Abfallentsorgung anschließen zu lassen. Dafür bietet der Kreis seinen Bürgern und Betrieben ein umfangreiches Angebot in der Abfallwirtschaft.

Im vierzehntäglichen Turnus werden Rest- und Biomülltonnen in Größen zwischen 120 und 4500 Litern abgeholt. Die Papiertonne wird alle 4 Wochen geleert, jeweils am gleichen Tag wie die Gelbe Tonne / der Gelbe Sack (in der/dem unter der Regie des Dualen Systems Deutschland Verpackungen aus Kunst- und Verbundstoffen und Metallen sowie verpackungsähnliche Kunststoffe gesammelt werden).  

Zweimal jährlich kann die Sperrmüllabfuhr online oder via Karte individuell angefordert werden. 
Halbjährlich werden Problemabfälle in praktisch allen Gemeindeteilen an zentralen Standorten abgeholt, in Hauptgemeinden zusätzlich an Wochenendterminen.

Elektronikschrott wird im Rahmen der Sperrmüllabfuhr eingesammelt. Zusätzlich gibt es in den meisten Gemeinden eine Annahmestelle für Elektro-Kleingeräte.

Holzige Gartenabfälle können kostenlos zu Sammelplätzen in den Gemeinden oder an die zwei kreiseigenen Kompostanlagen gebracht werden.

So funktioniert die Abfallwirtschaft im Landkreis Schweinfurt!

Für Behälterglas und Metalle stehen Wertstoffcontainer in fast allen Ortschaften. Auch für Papier / Kartonagen gibt es in jeder Gemeinde einen zusätzlichen Container.
Papierbündelsammlungen durch Vereine und Verbände werden vom Landkreis gefördert.

Ergänzend gibt es die beiden Wertstoffhöfe: am AWZ Rothmühle und an der Kompostanlage Gerolzhofen.

Die Gebühren setzt der Landkreis fest. Die Gebührenabrechnung erfolgt verursacherbezogen. Die Hausmüllgebühren setzen sich aus Grund-, Leerungs-, Gewichts- und eventuell Schlossgebühren zusammen. Zusätzliche Restmüll- und Windelsäcke werden pauschal berechnet. Neben der Hausmüllabfuhr besteht unter bestimmten Voraussetzungen schließlich die kostenpflichtige Möglichkeit der Selbstanlieferung am Abfallwirtschaftszentrum Rothmühle.

Das in der Öffentlichkeit rege diskutierte System der Müllverwiegung hat sich bewährt. Tatsächlich muss deutlich weniger Restmüll in der Müllverbrennungsanlage des Gemeinschaftskraftwerks Schweinfurt GKS verbrannt werden, nachdem konsequentes Aussortieren von Wertstoffen und Abfallvermeidung nun auch für die einzelnen Haushalte finanziell spürbar ist.

Einen interessanten Vergleich der abfallwirtschaftlichen Ergebnisse unterfränkischer Städte und Landkreise finden Sie auf der Internetseite der unterfränkischen Abfallberater unter www.abfallberatung-unterfranken.de.

 






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