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Buhnen aus Recyclingkunststoff sind haltbar und unbedenklich


Buhnen aus Recyclingkunststoff verrotten nicht und schmecken auch keinem
 

Untersuchungen von auf Buhnen lebenden Miesmuscheln belegen: Recyclingkunststoff ist wie Kiefernholz ökologisch unbedenklich. Außerdem sind Buhnen aus gebrauchten Kunststoffverpackungen resistent gegen den Schiffsbohrwurm Teredo navalis, eine Muschel, die sich von Holz ernährt.

Ein Massenvorkommen des Schiffsbohrwurms hat in der westlichen Ostsee bereits große Teile der Buhnen aus Kiefernholz zerstört, die dem Küstenschutz dienen. Die Anlagen bestehen aus Reihen einzelner Pfähle, die im rechten Winkel zum Ufer dicht an dicht in den Untergrund gerammt werden. Als Alternative zu den sehr kostenaufwändig instand zu haltenden Buhnenanlagen aus Kiefernholz bieten sich Pfähle aus Mischkunststoff der Firma Re-Reluma aus Streckewalde an, die aus gebrauchten Kunststoffverpackungen gefertigt werden. In die Kunststoffpfähle kann der Schädling keine Gänge bohren.

Organismen akzeptieren Recyclingkunststoff

Das Institut für Angewandte Ökologie Broderstorf hat im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Kunststoff-Recycling DKR untersucht, wie sich der Einsatz von Kunststoffpfählen, verglichen mit unbehandelten Pfählen aus Kiefernholz, auf die biologischen Funktionen von Miesmuscheln auswirkt. Es sollte geklärt werden, ob sich bei dem Bio-Indikator Muschel organische Veränderungen zeigen. Begleitet wurden die Untersuchungen vom staatlichen Amt für Umwelt und Naturschutz.

Löchrig wie ein Schweizer Käse! Buhnenpfahl aus Kiefernholz

Auf Testfeldern bei Graal-Müritz in Mecklenburg-Vorpommern siedelten sich innerhalb von drei bis vier Jahren verschiedene Meeresbewohner ohne Vorliebe für eines der Materialien an. Biologische Laborverfahren an der Miesmuschel zeigten überdies: Recyclingkunststoff schädigt die Muscheln genauso wenig wie das Kiefernholz. Zu diesem Ergebnis kamen die Wissenschaftler, nachdem sie unter anderem einen Indikator für den Kontakt mit Schwermetallen, die genetische Schädigung der Blutzellen, sowie die Entwicklung der Geschlechtszellen untersucht hatten.

Eine Folgeuntersuchung, bei der Buhnen aus Kunststoff, Kiefernholz und Tropenholz getestet werden, soll nun klären, ob die positiven Ergebnisse für Recyclingpfähle auch bereits im ersten und zweiten Jahr nach dem Bau der Buhnen Gültigkeit haben. Vorläufige Resultate bestätigen, dass es zu keiner negativen Auswirkung auf den Bio-Indikator Muschel kommt. Das erste Ergebnis wird im Herbst 2003 erwartet.

Vorteilhafte Materialeigenschaften

Die Buhnenpfähle des DKR-Partners Re-Reluma bestehen überwiegend aus Polyolefinen. Im Vergleich mit Holz sind sie leichter und durch ihre lange Haltbarkeit kostengünstiger. Re-Reluma hat seit 1997 allein 3.000 Kunststoffpfähle mit einer Länge ab sechs Metern ausgeliefert. Diese werden unter anderem erfolgreich für den Bau von Steganlagen in Süßgewässern eingesetzt. Auch in der niederländischen Nordsee und im Mittelmeer haben sich die Pfähle aus gebrauchten Kunststoffverpackungen bereits bewährt.






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