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Altglas für besseres Trinkwasser


 

 

 

Die Tradition des Glasrecyclings reicht weit in die Kulturgeschichte zurück: Vor der südtürkischen Küste fanden Taucher ein Schiffswrack, das Archäologen auf das Jahr 1025 datierten. Die ungewöhnliche Ladung: mehrere Tonnen Altglas. In der hessischen Ortschaft Glashütten entdeckten Archäologen Schmelzöfen und Glasscherben aus der Zeit um 1450.
Aus beiden Funden schließen Wissenschaftler, dass bereits die mittelalterlichen Glasmacher Altglas recycelten, weil es weniger Brennstoff kostete als die Herstellung neuen Materials aus Quarzsand. 2002 floss das in Deutschland verkaufte Behälterglas zu knapp 90 Prozent in die Herstellung neuer Glasverpackungen zurück. Das Plus für die Umwelt: der Einsatz der Scherben spart fast 20 Prozent Energie gegenüber der Neuproduktion von Glas.
 

 

 

Das Glasrecycling in seiner heutigen, industriellen Form hat die deutsche Behälterglasindustrie 1972 eingeführt. Die Glashersteller zählten damit zu den Ersten, die mit einem funktionierenden Rohstoffkreislaufsystem für Verpackungen arbeiteten.

 

Mehr ist nicht zu tun...
 

Gläser und Glasflaschen sind echte Kreislaufprodukte, denn sie bestehen überwiegend aus Altglas. Sortenrein und nach Farben getrennt, kann das Material ohne Qualitätsverlust beliebig oft wieder eingeschmolzen werden.

Andere innovative Nutzung: 
Altes Glas für frisches Wasser

Eine innovative Nutzung für farbiges Altglas hat die schottische Firma Dryden Aqua vorgestellt: die Scherben werden zu feinem Granulat vermahlen, das den üblicherweise verwendeten Sand in den Filtern der Wasserwerke ersetzen soll. Vorteile des Granulats sind die glatteren Oberflächen sowie deren negative Oberflächenladung. Beides verhindert,

 

dass sich Bakterien festsetzen und das Trinkwasser belasten können. Dadurch lässt sich das Advanced Filter Media (AFM) genannte Granulat wesentlich leichter reinigen und sterilisieren, Zusätzlich kann AFM feinere Verschmutzungen aus dem Trinkwasser filtern und sogar zum Teil katalytisch abbauen. Als Katalysatoren dienen die farbgebenden Metalloxide des Altglases.

 






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