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Gebühren sparen durch Eigenkompostierung?


Kompostieren heißt Natur erleben!

Kompostierung bedeutet Arbeit. Entweder man kompostiert im eigenen Garten investiert Zeit und Muskelschmalz oder man nutzt die Biotonne, überläßt also die Kompostierung dem Landkreis und zahlt dafür Gebühren.

Auch ohne die Einsparungsmöglichkeiten im Rahmen der Müllverwiegung hat die Eigenkompostierung für den Gartenfreund unbestreitbare Vorteile: Kompost ist der wichtigste und zugleich billigste Humuslieferant des Gartens. Gute Humusversorgung ist die Voraussetzung für dauerhafte Bodenfruchtbarkeit. Da der Kompost gleichzeitig Nährstoffe enthält, können erhebliche Mengen Torf und Düngemittel eingespart werden.

Durch Bakterien, Pilze und Kleinlebewesen wie Asseln, Milben und Würmer wird Küchen- und Gartenabfall abgebaut. Übrig bleibt Humus.

 

Citrusschalen zum Beispiel verrotten sehr langsam. Deshalb ab in die Biotonne!

Humusbildung findet überall dort statt, wo lebendes Material abstirbt. Im einem Haufen läuft dieser Vorgang schneller und bei günstigen Bedingungen unter Selbsterhitzung ab. Bei kleineren Komposthaufen werden jedoch kaum die zur Abtötung von Pflanzenkrankheitserregern notwendigen 50° C über mehrere Wochen erreicht.

Hier zeigen sich die Grenzen der Eigenkompostierung. Gesunde Pflanzenteile, pflanzliche Küchenabfälle, gewisse Mengen Laub und Rasenschnitt lassen sich gut kompostieren. Offensichtlich kranke, z.B. verpilzte Pflanzen selbst zu kompostieren, birgt aber die Gefahr in sich, die Krankheiten zu verschleppen. Auch könnten gekochte Speiseabfälle auf dem Komposthaufen Ungeziefer anlocken. Letztendlich kann zuviel Kompost zur Überdüngung des Bodens und langfristig zu Grundwasserbelastungen führen. Für diese Fälle die 7 Cent pro Kilogramm Biomüll einsparen zu wollen, macht keinen Sinn.

Zum Kompostieren gehört Naturverbundenheit, Geduld und eben auch Augenmaß.






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