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Braune Tonne


Hier finden Sie Informationen rund um die braune Biotonne.

Für Ihre Auswahl orientieren Sie sich bitte an der Menüleiste links.

Aktuell im Oktober 2015 verweisen wir auf folgende Aktion: 

Störstofffreier Biomüll ist das Ziel

„Die Biotonne ist seit 25 Jahren ein Erfolgsmodell für Umweltschutz und sehr günstige Müllgebühren im Landkreis Schweinfurt“, erklärt Thomas Fackelmann, Sachgebietsleiter der Abfallwirtschaft im Landkreis Schweinfurt. “Aus dem gesammelten Biomüll gewinnen wir  hochwertigen Kompost und seit vielen Jahren auch regenerative Energie in Form von Biogas, das in Blockheizkraftwerken Strom und Wärme liefert.“

Dass die Abfallwirtschaftler des Landkreises zur Herstellung des gütegesicherten „Qualitätskomposts Schweinfurter Land“ wirklich guten – weitgehend störstofffreien -  Biomüll brauchen, liegt auf der Hand.

Die Beobachtungen an der Vergärungs- und Kompostanlage am Abfallwirtschaftszentrum Rothmühle haben allerdings ergeben, dass in den letzten Jahren vor allem der Kunststoffanteil im angelieferten Biomüll erkennbar zugenommen hat. Dies war der Auslöser dafür, dass der Inhalt der Biotonnen – in Zusammenarbeit mit dem Abfuhrunternehmen - in ein paar Gemeinden in den letzten Wochen mal genauer angesehen wurde. Das Ergebnis ist: In fast allen Biotonnen war der Biomüll richtig sortiert, in einzelnen Tonnen waren dagegen viele Störstoffe enthalten.

Deshalb startet der Landkreis nun – nach den Sommerferien – mit einer landkreisweiten Informationskampagne und gleichzeitigen Kontrolle der Biotonnen, um diese Störstoffanteile künftig fernzuhalten.

Die zuständigen Müllwerker überprüfen die Tonnen. Falls der Inhalt nicht passt, greift die erste Stufe der Kontrollaktion: Die Müllwerker leeren die Tonne zwar, hängen aber einen Info-Anhänger „ACHTUNG“ an die Tonne. Auf diesem ist zu erkennen, welches Material falsch eingeworfen war und was dagegen fachgerecht in die Biotonne gehört. Und auf diesem steht auch der deutliche Hinweis, dass die Tonne beim nächsten Mal nicht mehr geleert wird, wenn weiterhin Störstoffe enthalten sind.

Das entspricht dann der zweiten Stufe: Wenn wiederholt Störstoffe festgestellt werden, wird die betreffende Biotonne nicht geleert und erhält den „STOP“-Anhänger mit wiederum allen wichtigen Informationen.

„Mit diesen Maßnahmen wollen wir erreichen, den Aufwand für die Aussonderung und Entsorgung der Störstoffe zu reduzieren sowie auch künftig auf aufwändige und teure Aufbereitungsverfahren verzichten zu können ohne Qualitätseinbußen befürchten zu müssen“, so Thomas Fackelmann. Die Kosten dafür tragen nämlich alle Bürger gemeinsam, obwohl mehr als 95 % ordentlich sortieren.

Da außerdem zu erwarten ist, dass die Qualitätsanforderungen an Kompost (durch Verschärfungen im Düngemittelrecht) in Zukunft noch weiter steigen werden, will man mit diesen Maßnahmen vorsorglich die bisher hohe Qualität stabilisieren und sogar noch weiter verbessern.

Damit nun jeder die Möglichkeit hat sein Sortierverhalten aktuell zu überprüfen, gibt es hier eine Übersicht, was in die Biotonne gehört und was als Störstoff gilt:

Küchenabfälle, am besten in Zeitungspapier eingewickelt oder in Papiertüten,
auf keinen Fall in Plastiktüten, auch nicht in sog. Biokunststofftüten!:
Gemüse-, Salat- und Obstreste (auch Zitrusfrucht-Schalen)
Eier-, Nussschalen
Kaffeefilter, Tee (beutel)
Speisereste, Knochen, Gräten
Verdorbene Lebensmittel
Küchenpapier und mit Lebensmittelresten verschmutztes Papier
Fritierfette und –öle
 

Gartenabfälle:
Kleine Zweige
Grasschnitt, Laub
Unkräuter
Pflanzenreste (Stauden)

Sonstige kompostierbare Stoffe:
Papiertaschentücher
Haare, Federn,
Kleintierstreu (von Hamster u.ä., kein Katzenstreu)

Ergänzend noch zwei wichtige Hinweise: Nicht nur Kunststofftüten, sondern auch sogenannte „Biokunststoff“-Tüten stören die Vergärung und Kompostierung, da sie viel zu langsam verrotten. Sie dürfen deshalb nicht in die Biotonne! Auch wenn vielfach mit der Kompostierbarkeit geworben wird, so sind diese Tüten für unsere Biomüllverarbeitung nicht geeignet und müssen deshalb als Störstoff gesehen werden.

Straßenkehricht kann nicht nur – wie auch Asche - viele Schadstoffe enthalten, sondern auch viele kleine Steine wie Split u.ä.. Deshalb gehören auch diese Stoffe auf keinen Fall in die Biotonne.

Wenn diese Sortierhinweise beachtet werden, gibt es im Landkreis Schweinfurt auch künftig beste Voraussetzungen für einen hochwertigen, effektiven Naturkreislauf mit zusätzlicher Energiegewinnung. Zum Vorteil für die Umwelt und den Geldbeutel aller Müllgebührenzahler.

 

Falls Ihre Biotonne aufgrund von Störstoffen einmal nicht geleert sein sollte, können Sie entweder nachsortieren und die Tonne zwei Wochen später wieder rausstellen. Oder - falls dies nicht möglich ist - die Biotonne auf Antrag und mit deutlich höheren Gebühren bei der nächsten Restmüllabfuhr leeren lassen. Den Antrag auf diese Extra-Restmüllleerung finden Sie hier zum Herunterladen:

 

 





Downloads auf dieser Seite Beschreibung
 Formular_zur_Restmüllleerung_17.pdf  Antrag für die Leerung bei der Restmüllabfuhr 

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