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Gratisleistungen der Natur
Für die Elbe ist einmal ausgerechnet worden, dass sie täglich auf einer Strecke von 85 Kilometern eine Reinigungsleistung im Gegenwert von 25 Millionen Euro erbringt; soviel würde es nämlich kosten, wenn die gleiche Reinigungsleistung mit Kläranlagen erbracht werden müßte. Die größten Recyclingleistungen der Natur erbringen die Mikroorganismen und Kleintiere im Boden. Sie wandeln Abfälle der Pflanzendecke und der tierischen Bewohner in eine fruchtbare Humusschicht um. In einem Buchenwald ist das Laub nach etwa drei Jahren wieder als Pflanzennahrung aufgenommen worden und die Mineralstoffe werden schon wieder in die Blätter eingebaut. In begrenztem Umfang können in diesen natürlichen Kreisläufen auch menschliche Abfälle mitverwertet werden. Ein Hektar Feuchtgrünland kann die Menge Phosphor aufnehmen, dessen Ausschleusen in einer technischen Kläranlage 35.000 Euro kosten würde.
Die Natur arbeitet kostenlos, wenn sie aber aus dem Gleichgewicht gebracht ist, wird es teuer. In klassischen Wirtschaftlichkeitsrechnungen werden saubere Luft, sauberes Wasser und gesunder Boden als kostenlos, unbegrenzt und frei verfügbar angesehen. Wie hoch die Leistung wirklich zu bewerten ist, wird immer erst dann erkannt, wenn sie nicht mehr da ist. |
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