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Was versteht man unter "nachhaltiger Entwicklung"?
Auf den Punkt gebracht, berücksichtigt eine nachhaltige Entwicklung die Auswirkung unseres heutigen Handelns auf die Zukunft. Wenn etwa eine Generation einen Rohstoff komplett verbraucht, ohne Alternativen für die nächste zu entwickeln, handelt sie auf kurze Sicht vielleicht wirtschaftlich nachvollziehbar, jedoch mit Sicherheit nicht nachhaltig. "Nachhaltigkeit bedeutet mehr Lebensqualität" Nachhaltige Entwicklung orientiert sich an Generationengerechtigkeit, sozialem Zusammenhalt, internationaler Verantwortung, letztlich an Lebensqualität für alle - auch in der Zukunft.
Selbstverständlich richtet sich die Strategie nicht nur an den Staat. Auch Verbraucher tragen mit ihren Konsumentscheidungen, Unternehmen mit Investitions- und Produktionsentscheidungen Verantwortung. Das Bewusstsein muss entwickelt werden. Was jeder dazu beitragen kann: Nur wenn deutlich wird, dass Nachhaltigkeit mehr Lebensqualität bedeutet, wird die Idee einer nachhaltigeren Lebens- und Wirtschaftsweise in der notwendigen Breite mit Leben gefüllt werden. Kern der Nachhaltigkeitsstrategie ist die Steigerung der Energie- und Ressourcenproduktivität. Das renommierte Wuppertal-Institut hat sich intensiv mit nachhaltiger Entwicklung auseinandergesetzt und die Erkenntnisse in einem Buch zusammengefasst (Ernst Ulrich von Weizsäcker/ Amory B. Hunter/ L. Hunter Lovins: "Faktor Vier: Doppelter Wohlstand - halbierter Naturverbrauch. Der neue Bericht an den Club of Rome; Droemer Knaur Verlag, München 1995). Die Vision vom Faktor 4 kündigt eine neue Richtung des technischen Fortschritts an, bietet dafür eine einfache Formel und verspricht obendrein Profite.
Das schont die Umwelt und den Geldbeutel und ist Anstoß für Innovationen und zukunftsfähige Arbeitsplätze. Und jeder Einzelne von uns kann im Alltag dazu beitragen. Zum Beispiel mit der Modernisierung der Heizung oder verbesserter Wärmedämmung, mit dem Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel oder konsequente Abfalltrennung. Was nachhaltige Bildung leisten muss: Der Weg zur Nachhaltigkeit führt über Information, Aufklärung und Bildung. Nur wer weiß, wie ökologische, ökonomische und soziale Probleme zusammenhängen, wird dazu beitragen, sie zu lösen. Bildung muss neben Fachwissen sehr viel stärker Kompetenz und Verantwortung vermitteln. Denken und Handeln in Zusammenhängen ist Grundvoraussetzung für nachhaltiges Handeln. Mit der technischen Vernetzung muss die Vernetzung des Denkens einhergehen. Die Vermittlung von Werten wird wieder wichtiger. Das kann Schule aber nicht allein leisten. Hier sind auch die Eltern gefordert. |
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