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Wohin mit Altmedikamenten?
Rund ein Drittel der vom Arzt verschriebenen Medikamente werden gar nicht eingenommen oder verwendet, sondern verschwinden nach dem Durchlesen des Beipackzettels im Schrank oder in der Hausapotheke. Dort lagern sie dann bis zum Ablauf des Verbrauchsdatums und müssen schließlich entsorgt werden. Dazu kommen noch Medikamente, die wegen Unverträglichkeit abgesetzt werden oder Reste von Großpackungen.
Früher wurden Altmedikamente bei der Problemmüllsammlung oder in Apotheken angenommen. Umfangreiche Untersuchungen haben gezeigt, daß Altmedikamente keine Schadstoffe enthalten, die auf einer Deponie oder in einer Müllverbrennungsanlage Probleme verursachen. Deshalb gehören Altmedikamente in die graue Restmülltonne. Auf keinen Fall dürfen Altmedikamente in die Toilette geworfen werden. Die biologischen Wirkstoffe in Medikamenten, z.B. bei Antibiotika oder Östrogenpräparaten, können die Bakterien in den Kläranlagen schädigen. Zusätzlich können sie in Kläranlagen zum Teil nicht vollständig abgebaut werden und gelangen so in die Gewässer. Viele Medikamentenabfälle ließen sich vermeiden, wenn schon beim Arzt oder Apotheker genauer nachgefragt würde, welche Nebenwirkungen ein Arzneimittel hat. Dort können auch eventuell unbegründete Ängste diskutiert werden. Zusätzlich sind mehr als 90% der Medikamentenabfälle Verpackungen. Karton und Beipackzettel gehören zur Altpapiersammlung, leere Tablettendurchdrückverpackungen in den gelben Sack. |
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