Große Häuser - kleine Tonnen ?
 |  |  | | Ein gemeinsames Müllgefäß ist bei guter Mülltrennung unter dem Strich immer günstiger |
|  |
Überall dort, wo mehrere Parteien eine gemeinsames Müllgefäß nutzen, wird es für den Einzelnen schwerer, die Vorteile der mit der Müllverwiegung verbundenen neuen Gebührenabrechnung zu nutzen. Eigene Mülltrennung wirkt sich zwar immer aus, verteilt sich aber auf alle Beteiligten. Es bestünde zwar die Möglichkeit, mit dem Einverständnis der Eigentümer große Müllcontainer abzuziehen und jeder Wohnung eine eigene Tonne zur Verfügung zu stellen, könnte aber schnell an der notwendigen Stellplatzfläche scheitern und würde für den Einzelnen in vielen Fällen zu einer Steigerung bei der Nebenkostenabrechnung führen.
 |  | | Gemeinsam genutzte Gefäße kosten weniger Grundgebühr. Wenn alle gut trennen, bleibt mancher Euro übrig! |
|  |  |
Die Rechnung ist einfach: ein 1100 Liter-Abfallcontainer kostet € 49,03 Grundgebühr monatlich. Je nach Abrechnungsmodus ist der Anteil der Grundgebühr bei mehr als 9 Haushalten geringer als für Einzelgefäße (je € 5,30), vorausgesetzt alle tragen den gleichen Anteil. Meistens nutzen jedoch bis zu 20 und mehr Parteien einen Container, was die Grundgebührenanteile entsprechend erniedrigt. Da der Anreiz für den einzelnen Haushalt, Müll und damit Gewichtsgebühren zu sparen, jedoch geringer ist als bei Einzeltonnen, kann dieser Anteil andererseits wieder höher sein.
Ist sich jedoch die Hausgemeinschaft einig, Müll zu vermeiden und Verwertbares ordentlich zu trennen, ist sie bei den Gewinnern des neuen Systems: geringe Grundgebühren durch gemeinsam genutzte große Gefäße, wenig Leerungsgebühr, niedrige Gewichtsgebühren durch gute Mülltrennung.
|